Der Hospizdienst westlicher Enzkreis stellt sich vor

 
  Der Hospizdienst westlicher Enzkreis blickt auf eine über sechsjährige Tätigkeit zurück. Grund genug, seine Arbeit darzustellen. Wir freuen uns, dass wir dies im Steiner Kirchenboten tun dürfen.
Gegründet wurde der Hospizdienst in Straubenhardt mit dem Ziel, Menschen in ihrer letzten Lebensphase Begleitung und Hilfe anzubieten. Mittlerweile ist der Verein flächendeckend im westlichen Enzkreis präsent und versieht seinen Dienst in Straubenhardt, Keltern, Remchingen, Königsbach-Stein, Eisingen, Ispringen, Birkenfeld, Neuenbürg und Engelsbrand. Wir verstehen uns als überkonfessionelle Einrichtung vom christlichen Menschenbild geleitet. Viele unserer Mitarbeiter engagieren sich auch in ihrer Kirchengemeinde und sehen ihren Hospizeinsatz als Ausdruck ihrer Lebenseinstellung. Mit den ambulanten Pflegediensten, den stationären Einrichtungen, sowie den Ärzten und Seelsorgern halten wir engen Kontakt. Wir verstehen uns als Ergänzung der professionellen Dienste und freuen uns über die gute Zusammenarbeit.

Hauptanliegen unseres Vereins ist es, ins Bewußtsein zu rufen, dass Sterben auch eine Zeit des Lebens ist, dass eine moderne Schmerztherapie notwendig ist, um in Würde und Selbstbestimmung den letzten Weg gehen zu können. Dem schwachen, sich verabschiedenden Menschen die für ihn erforderliche Zeit und Wertschätzung entgegen zu bringen, mitzuhelfen, dass dies nach Möglichkeit in der ihm vertrauten Umgebung geschehen kann, ist Grundgedanke der weltweiten Hospizbewegung. Unser Dienst umfasst aber auch die Unterstützung und Begleitung pflegender Angehöriger und Trauernder. Unsere ca. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier wertvolle Arbeit leisten, sind gut ausgebildet.

Was heißt nun in der praktischen Arbeit „begleiten“?
Die Aufgaben unserer Mitarbeiter richten sich ganz nach den Bedürfnissen des kranken oder sterbenden Menschen. Die Fürsorge der Angehörigen ergänzen, einfach nur dasein, still am Bett sitzen, die Hand halten oder zuhören, kleine Handreichungen oder auch einem durch die Pflege überbeanspruchten Angehörigen eine ruhige Nacht ermöglichen. - Unsere Hilfe ist vielseitig und sieht immer den sterbenden Menschen im Mittelpunkt.
Zur stationären Unterstützung unserer ambulanten Arbeit hat der Verein unter Mithilfe des Enzkreises in den Enzkreiskliniken Neuenbürg ein Hospizzimmer eingerichtet. Hier können schwerkranke und sterbende Menschen aufgenommen werden, für die ein Krankenhausaufenthalt nicht mehr in Frage kommt, die keine Möglichkeit haben, diese schwere Zeit zu Hause verbringen zu können. Selbstverständlich versehen die Mitarbeiter des Hospizdienstes auch hier begleitend ihren Dienst. Wichtig ist uns auch, dass ein Hospizpatient diese Unterbringung nicht als letzte Station sehen muss. Hier kann auch eine zeitlich begrenzte Entlastung der pflegenden Angehörigen stattfinden. Vorrang hat nach wie vor die ambulante Versorgung und Begleitung. Zur Stabilisierung dieses Konzeptes ist der stationäre Rückhalt wichtig.

Wir möchten sie ermutigen, unseren Dienst in Anspruch zu nehmen. Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht. Die Inanspruchnahme des Hospizdienstes ist immer kostenfrei. Unsere Einsatzleiterin Frau Gundi Kröner ist für alle Fragen Ansprechpartnerin und vermittelt die für ihre speziellen Bedürfnisse geeigneten Mitarbeiter. Sie erreichen sie unter der Telefonnummer 07232/3709670. Unsere Anschrift und e-mail finden Sie im Mitteilungsblatt ihrer Gemeinde.

Der Verein hat derzeit 190 Mitglieder. Wir finanzieren uns überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen der Kommunen. Ein großes Anliegen ist es, neue Mitglieder zu gewinnen. Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Menschen zu diesem Schritt entschließen könnten und so unsere Arbeit Unterstützung fände. Auch an Mitarbeit Interessierte sind uns herzlich willkommen.